Donnerstag, 10. September 2009

Sozialpraktikum 2009

Sozialpraktikum Juli 2009 (uncensored version)

Dienstag 28.07.09 Merlin Scheler

Heute sind wir wieder frueh morgens aufgestanden um uns dem Kindergarten in Kongoni zu widmen. Heute hatten wir gerade zu unfassbares Glueck: Chris Auto (sein Pick-Up) stand noch in der Einfahrt, und er davor. Er nahm uns auf seiner Ladeflaeche mit und so kamen wir bequem bis nach Timau, wo wir nach einem kurzen Plausch mit Francis weiter nach Kongoni. Hier machte sich Georg ans Unterrichten, Albert ans Pissoir bauen Bastian ans Giesen und ich mich ans Kochen.

Nach kurzer zeit kam Bastian und sagte er gehe mal kurz aufs Klo (nur eine viertel stunde oder so!) … ich war bereits mit Reis sortieren und Kartoffeln schaelen fertig als er nach knapp anderthalb stunden wiederkehrte. Er war erst nach Timau gerannt und hat dort bei drei verschiedenen Klos festgestellt das diese A: wiederlich waren und B: ueber kein Klo-Papier verfuegten. Also … was lag naeher als bis nach Kentrout zu laufen. 5 kilometer insgesamt. Und dieselbe Strecke wieder zurueck. In der Zeit in hatte Albert bereits sein Klo-Geruest gebaut und ich war an den Bohnen. Dann gab es wie immer “Lecker” Porridge. Das mit den Bohnen zog sich noch ueber den gesamten Vormittag bis ein uhr. Es gab noch lecker essen und Bastian und ich verliessen den Kindergarten mit vollen Maegen und machten uns auf den Weg zum Cyber. Dort unterhielten wir uns noch laenger mit Francis und warteten auf Albert. Mit ihm gingen wir dann Biscuits und Strohhalme fuer das Kinderfest am Freitag kaufen. Anna und Gerorg kreirten uns noch ein leckeres Abendessen und dann ging es auch schon ins Bett.

Montag, 27. Juli.2009 Bastian Heimberger

Als wir uns um 7 Uhr aus dem Bett quaelten, ging es fuer uns Jungs, Timm ausgenommen, nach Kongoni. Dort fand jeder schnell seine Aufgabe: So half Merlin in der Kueche aus, Albert fertigte das Grundgeruest fuer das Pissoir an, Georg unterrichtete und Ich goss die etwa 170 Plfanzen. Als Ich nach etwa 1,5 Stunden fertig war, half ich noch Albert beim Steineschleppen. 30 Minuten spaeter gab es Essen: Heute stand Reis mit Geschnetzeltem auf dem Speiseplan. Nachdem, wie ich finde, besten Essen im Kindergarten ueberhaupt, machten wir uns gen Timau auf, wo wir mit Francis verabredet waren, der uns auf eine nahe gelegene Rosenfarm entfuehren wollte, was wir uns natuerlich nicht zweimal sagen liessen. Per Matatu gings in etwa 20 min zur Farm, wo wir direkt in die heiligen Rosenhallen gefuehrt und in die geheime Kunst der Rosenfarmer eingefuehrt wurden. Nach einer halbstuendigen Fuerung konnten wir unser Glueck kaum fassen, als wir noch Fertigung und Versand begutachten durften. So verlassen die Farm Taeglich um die 50 000 Rosen in Richtung Holland, wo sie dann weiterverkauft werden. Der Wert der Rosen, die taeglich versendet werden, ist auf ueber 150 000 Euro zu beziffern. Mit drei Rosenpaketen als Geschenk, sollte es auch schon nach Timau zurueck gehen, was sich als schwieriger und anstrengender herausstellen sollte als gedacht. So liefen wir die etwa 5 km zu Fuss zurueck, was etwa eine stunde in Anspruch nahm (kann allerdings auch wesentlich laenger gewesen sein, mein Zeitgefuehl scheint mich in Afrika vollends verlassen zu haben  )

Als wir am fruehen Abend endlich in Kentrout waren, kochten Ulbrecht und Ich Reisbrei und alle waren froh nach diesem anstrengenden Tag etwas warmes zu essen. Schliesslich klang der Tag gemuetlich im Wohnzimmer aus, wobei sich ein grossteil doch sichtlich erschoepft zeigte und so schon um 9 Uhr ins Bett ging.

Sonntag, 26. Juli.2009 Bastian Heimberger

Heute sollte einer, wenn nicht DER entspannteste Tag unseres Afrika Abenteuers werden. So war es heute jedem Freigestellt was er wann und wo machen wollte. Ich entschied mich erstmal von den Strapazen der letzen zu erholen… So stand ich erst um 9:30 Uhr auf und nach einem ausgewogenen Fruehstueck, das wie gewohnt aus Toast, Kaffe und Tee bestand, legte ich mich in unseren paradisischen Garten, wo ich die halben Tag mit Lesen und Anna’s Ipod zubrachte, bevor sich Georg, Timm, Albert, Merlin und Ich zum oertlichen Fussballplatz aufmachten um dort bei einem Match mitzuwirken. Leider stellte sich schnell heraus, dass das Spiel aus zwei festen Teams besteht und wir unmoeglich mitspielen konnen, was uns aber nicht im geringsten davon abhielt Spass zu haben. Nachdem wir noch bei einem Volleyballspiel zugeschaut hatten, gingen wir noch mit Francis ins Makuti, wo wir den Chef der Baumplantage treffen sollten, welcher dann auch kam und mit uns Pool spielte. Spaeter liessen wir uns per Taxi zurueck nach Kentrout fahren, wo die Maedels schon sehnsuechtig auf uns warteten  .

Samstag25.07.09 Albert Liebermann

Nachdem ich ausgeschlafen und gefruehstueckt hatte, ging ich mit Elke und Meike nach Timau. Hier trafen wir Francis und hohlten das Holz fuer die Toilette. Elke gabelte Mona auf und ging mit ihr zur Buecherei um dort Pat zu treffen, welcher zusammen mit Mona die Waende mit Tieren bemalen sollte. Nachdem wir den Eselkarren mit dem Holz beladen war, fuhren wir es nach Kengoni, brachten auch dieses in die Kueche um es vor Diebstahl zu bewahren und gossen die Baeume mit einem Schlauch, den wir davor besorgt hatten. Als wir fertig waren, zeigte Francis uns mehr von Kengoni und dem Wasserprojekt. Hier gerieten wir in ein kleines Unwetter und begaben uns zum “Cyber-Café”. Nachdem Francis telefoniert hatte, erfuhren wir, dass Mona einen Unfall hatte, Wir traten mit Elke in Kontakt, welche bei Mona war und besorgten noch schnell Sachen, die Mona und Elke fuer die Nacht im Krankenhaus benoetigten. Wir fuhren nach Nanyuki um Mona zu besuchen und um die Sachen vorbeizubringen.

Nach einem kurzen Aufenthalt erledigten wir noch ein paar Einkaufe. Hier sprach mich ein Mann an, welcher der scheinbare Besitzer des Motorrads ist, mit welchem Mona ueber den Haufen gefahren wurde( genauere Angaben werden eventuell nachgereicht).

Freitag 24.07.09 Albert Liebermann

Auch Heute begann der Tag um 07:00Uhr, damit Georg und Ich puenktlich um 09:00Uhr am Kindergarten erscheinen konnten. Zu Beginn nahm Ich die Mase fuer den Geplanten Gartenzaun, damit die gepflanzten Baeume nicht noch mehr von herumlaufenden Tieren abgefressen werden. Daraufhin goss ich noch die Baume und war fuer Heute fertig. Nach dem Mittag ging ich mit Georg nach Timau und organisierte zusammen mit Francis das Holz fuers Pissoir. Zum Glueck war ich feur Heute fertig, da der vorherige Tag sehr anstrengend war.

Mittwoch den 22.07.09 von Meike und Timm

Ein neuer Tag in der Schule. Nun war die Sportlehrergruppe neu gemischt. Anstatt Geoerg war nun Anna im Team. Dadurch das wir uns auch einen Tag vorbereiten konnten hatte wir jetzt ein besseres System.
Meike uebernahm 70 Maedels gefuehlt 90 aus den Klassen 5 und 6, Anna nahm die Jungs aus Klasse 6 und ich die aus Klasse 5.
Die Maedchen vergnuegten sich mit verschiedenene Spielchen, die den Teamgeist staerken sollten und Step Aereobik.
Ich brachte den Jungs einige Basics in Kickboxen bei und lies sie diverse Rennen machen.
Nach dem Vormittagsunterricht gingen wir zurueck zur Lodge um uns auf die Mathe, bzw. Social Studies (Erdkunde, Religion, Politik) vorzubereiten.
Das Essen bestand aus Nudeln und Nudeln und Sosse, leider hatte jemand den Salzstreuer wohl vergessen:)
Da wir alle vom Vortag doch noch sehr geschafft waren wurde es ein stiller abend, der auch recht bald ausklang.
Zwischendurch erwachte auch Dornroesschen (Merlin), der ab dem Mittagessen geschlafen hatte. Zwar keine 100Jahre aber doch recht lange.

Dienstag 21.07.09

von Timm Schippers

Der Tag der Tage, Alberts Geburtstag.
Heute mussten wir um 5.30 aufstehen, zum Fruehstueck gab es Alberts Geburtstagskuchen. Eine leckere Mischung aus suessem Brotteig und Zuckerbeschichtung. Nach diesem doch recht Reichhaltigen Mahl fuhren wir mit einem Matato zum Nationalpark Mount Kenia. Ich glaub ab diesem Punkt wusste auch Albert wohin es heute ging. Nun ja einmal angekommen mussten wir auch auf unseren Fahrbahren untersatz verzichten und auf Schusters Rappen den Mount Kenia besteigen.

Innerhalb von nur 2 Stunden standen wir auch schon beim ersten Lagerpunkt auf 3300m Hoehe, von da aus gingen nur noch Albert, Anna, Mona, Georg, Basti und ich bis zum naechsten Punkt der auf 3896m war. Die Aussicht von beiden Punkten wurde leider durch die Bewoelkung nur selten wierklich gut. Dann begaben wir uns auf den Abstieg und so waren wir um 2.00 Uhr wieder unten, wo leider das Matato nicht war, so mussten wir wieder ein wenig warten.

Insgesamt hatten wir heute 22km und knapp 1200 Hoehenmeter hinter uns gebracht.
Als das Matato dann doch endlich kam und uns zurueck nach Timau brachte, besorgten wir da die letzten Gegenstaende fuer die Grillparty am Abend. Dazu gehoerten vor allem Getraenke und eine Musikanlage. Unser Grill bestand aus 2 Wasserkanistern a 5 Liter Fassungsvermoegen, 4 Holzstoecken, einem grossen Stein, dem Rost, einer Feuerschale aus dem Ofen und viel Erdreich und Wasser. (Bilder werden nachgereicht)
Auf jedenfall funktionierte er optimal was wohl auch daran gelegen haben kann das wir die Kohle mit Kerosin getraenkt haben. Da beide Petroleumlampen ihren Geist aufgeben haben. Als erstes kamen die frisch gefangenen Forellen auf den Grill was eine sehr glitschige Angelegenheit war.
Zum Hoehepunkt der Party gab es eine Tanzeinlage von Massai-Kriegern die extra fuer die Party gebucht worden waren. Die Show an sich war ganz gut und die Massai auch sehr gluecklich ueber die Fotos die wir gemacht haben.
Nach den weiteren Essensgaengen die aus Wuerstchen und gegrilltem Gemuese bestanden gingen die ersten von uns auch frueh schlafen.
Der harte Kern aus Georg und Merlin zechten noch bis zum fruehen morgen.

Day 14 Montag der 20.07.09

von Meike Lindner

Nach meiner Ankunft gestern ging es nun auch fuer mich in Timau los und mein erster Schultag stand an. Statt einer Schultuete gab es fuer mich viele grosse Kinderaugen die mich sehr neugierig anschauten. Timm, Georg und ich wurden auch gleich freundlich von Direktor und Headteacher begruesst und anschliessend gefragt welche Faecher wir unterrichten moechten. Nachdem wir uns auf P.E. (Physikal Exercise) geeinigt hatten durften wir jeweils als Visitor dem Unterricht einer Klasse beobachten. Ich war Besucher bei der 8. Klasse welches die Abschlussklasse ist und dieses Jahr mit 37 Schuelern sehr klein (wie ich spaeter noch erfahren sollte). Danach traffen wir uns auf der grossen Flaeche draussen um mit ca. 150 !!! Kids und 2 Fussbaellen Sport zu machen. Jeder nahm sich eine Klasse. Meine 6.te waren ca. 66 und nach einer kurzen Begruessung wollte ich die Stunde mit einem Fangspiel beginnen was etwas im Chaos endete da Jungs und Maedels anscheinend recht wenig miteinander anfangen konnten. Also blieben beide Gruppen erstmal unter sich um sich bei den folgenden Dehn-, Kraeftigungs- und Mobilisationsuebungen koestlich ueber die lustigen Sachen der Weissen zu amuesieren. Da die Stunde ca 60 statt wie gedacht 30 minuten dauerte verbrachten wir die letzte halbe stunde mit verschiedensten sachen wie singen, tanzen, kleinen Spielchen bzw. fussball fuer die jungs. Nach der Pause, in der stets Tee und Buttertoast fuer die Lehrer serviert wird, wurde ich noch Zeuge einer Englisch Unterrichtsstunde in einer dritten Klasse mit ca. 80 Schuelern. Diese lief aber trotz grosser schuelerzahl recht ruhig da kenianische schueler sehr interessiert am unterrichtsgeschehen sind. Es ist nur sehr schade dass die grossen Schuelerzahlen, fehlende buecher, hefte und stifte sowie eine sehr mangelhafte ausbildung und bezahlung der lehrer dazu fuehren, dass Unterricht in der Regel in Form von Frontalunterricht und sehr viel auswendig lernen ablauft, Auch ist koerperliche Zuechtigung noch sehr verbreitet und normal, was sehr erschreckend ist. Ausserdem erzaehlte mir eine Lehrerin dass wohl der Grossteil der Schueler in der Mittagspause zuhause kein Essen bekomme, da nicht genuegend Geld da ist, was mich sehr traurig gemacht hat.

Um 12.40 verliessen wir dann die Schule um uns im Transit Cafe an ein paar Samosas (mit Fleisch gefuellte Teigtaschen) und Salat zu staerken. Abends kochten wir dann in 2,5 Stunden !!! einen grossen Pot Gemueseeintopf der sehr lecker schmeckte und liesen den Abend dann ruhig ausklingen.

Day 13, Sonntag 19. Juli 2009

von Merlin Scheler

Dieser Tag sollte der erholsamste ueberhaupt werden. Ich stand um halb elf auf und war noch lange nicht der Letzte. Nur Mona und Albert, und natuerlich Elke, waren schon wach. Elke war seit einer halben Stunde in der Kirche und die anderen beiden sassen auf unserer Terasse und Fruehstueckten noch. Unsere einzigen Tagesaufgaben waren unsere Waesche abzuholen und den Wohnzimmertisch aufzuraeumen…. Spaeter. Erst mal in die Sonne legen und erholen vom Anstrengenden gestrigen Tag.

Irgendwann kam Bastian dazu und Kurz vor eins erwachten schliesslich auch Anna und Georg. Dieser hatte einiges zu erzaehlen. Kurz nach eins kam Elke von einem dreistuendigen Exorzismus und sonstiger Glaubenssachen aus der Kirche zurueck. Sie wirkte minimal gestresst davon. Dann hatten wir alle noch Einzelgespraeche mit ihr bei denen sie ein Feedback einen Zukunftsblick und eine Kleine Geheimaktion besprechen wollte. Danach ging das Gammeln weiter. Bastian, Albert und ich spielten Headis wobei ich das erste Turnier Souveraen gewann, das zweite jedoch Phenomenal verlor. Schade aber man kann nicht immer gewinnen. Am Abend gingen wir nach Timau um dort Auf Tim und Maike zu warten, die zwei Tage laenger in Nairobi gebliebn waren. Wir gingen ins Transit Café (unser bevorzugtes Café) und da waren die beiden auch schon da. Frueher als wir erwarteten . Trotzdem gingen wir dann noch in einen Pub Billiard spielen und danach fuhren wir mit 4 Motorrad Taxis nach oben. Wir lagen an Zweiter Stelle als der Fahrer von Georg und Anna einen Hund anfuhr. Davon unbeidruckt fuhr er jedoch einfach weiter. Bastian und ich hatten den mit Abstand besten “Driver” da er uns ueber Feldwege und Hinterhoefe als erste ans Ziel brachte. Es folgte ein weiter witziger Abend ( Bastian war Franjo Pooth, ich war Gott, Maike Nina Hagen, Mona Benjamin Bluemchen und Albert Boris Becker, den er zwischenzeitlich mit Franz Beckenbauer verwechselte) dann gingen wir schlafen.

Day 12, Samstag 18. Juli 2009

von Merlin Scheler

Heute sind wir Relativ spaet erst aufgestanden, da ausser dem Besuch einer Rally nichts weiter geplant war. Also machten wir uns nach dem Fruehstueck auf nach Timau. Am Cyver trafen wir uns mit Francis und nach kurzer Besprechung liefen wir los in Richtung der Farm des Weissen Siedlers, der die Rally Organisierte. Dies war ein 40 minuetiger Fussmarsch.

Dort angekommen wurden wir mit den guten Fahrkuensten der Fahrer belohnt und das Zuschauen machte siemlich Spass. Hier trafen wir Ted, der behauptete uns zu kennen und der uns einen Tusker Becher Organisierte. Francis spendierte uns ein Tusker und wir versuchten zu Chris dem Manager von Kentrout Lodge, der sich im Service Bereich aufhielt, durchzukommen, aber daran wurden wir leider von einem Wachman gehindert der sagte das das Sperrgebiet sei, auch fuer Freunde von Chris. Nachdem unser Tusker leer war entschlossen sich Bastian und ich mit einem der Motorradtaxis nach Timau zurueck zu fahren. Das kostete ganze 50 schilling pro Person.

Georg entschied sich mit Francis noch oben zu bleiben. Waehrend wir fuhren ueberholten wir Anna, Mona und Albert, welche etwa eine halbe stunde vor uns losgelaufen waren. Die Schilllinge waren gut investiert! In Timau kauften wir kurz ein und gingen dann zurueck zur Lodge. Hier hies es fuer den rest des Tages: Gammeln, Erholen und Faullenzen. Nach etwa einer Stunde kamen Anna und Mona und schlossen sich unserem hoechst Produktiven Tagwerk an. Als dann schliesslich Albert kam konnten die Koeche mit dem Kochen anfangen. Hierbei erfuhren wir auch das wir Georg vor morgen vermutlich nicht zusehen bekommen wuerden, da er mit Francis und dessen Freunden noch auf die Rally Abschlussfeier in Nanyuki gefahren war und dort vermutlich laenger bleiben wuerde. Wir spielten dann noch das Persoenlichkeitsraten Spiel. Ich war Karlson vom Dach, Mona war Sissi, Albert war Bob Ross, Bastian war Papst Johannes Paul II und Anna war Tarzan. Schliesslich gingen wir um 11 Uhr in die Heia.

Day 10/11, Nairobi: Donnerstag, Freitag, 16/17. 07 2009

von Albert Liebermann

Der Donnerstag Morgen begann sehr frueh fuer die ganze Gruppe. Wir fuhren wie geplant um 06:00Uhr in Kentrout los. Wir nahmen nicht den direkten Weg nach Nairobi sondern fuhren auf einer abgelegenen Strasse am “Rift Valley” (ost-afrikanischen Graben), entlang.

Uns wurde eine beeindruckende Landschaft geboten; von unendlicher Weite und Leere bis zu einer dicht besiedelten, gruenen Gegend. Mit einigen Pausen und damit verbundenen “Kaufzwang” kamen wir erst am spaeten Nachmittag in Nairobi an. Der zaeh-fliessende Verkehr erschwerte uns das Finden der Jugendherberge.

Einmal dort angekommen, ging alles recht flott voran, Wir trafen Noahs Bruder Joschua und dieser Zeigte uns Nairobi bei Nacht Das Highlight war die Besichtigung des CCT; ein Bueroturm der Regierung. Joschua organisierte fuer uns eine Fuerung auf das Dach, wo uns Nairobi bei Nacht zu Fuessen lag. Desweiteren zeigte er uns einen Club und eine Art “Biergarten”. Hier wird sogar unter der Woche sehr heftig gefeiert. Leider war unsere Zeit knapp bemessen. Zurueck an der Jugendherberge nahmen wir Abschied von Lisa und Dagmar, welche noch diese Nacht zurueck nach Deutschland flogen.

Die restliche Nacht war kurz und schwuel, doch erwartete uns am naechsten Morgen der “Kenyan-Wildlife-Park”, wo uns etwas unerwartetes ermoeglicht wurde: Einer der Tierwerter liess uns fuer eine Schachtel Zigaretten in das Gepardengehege, wo wir die Gepartendame streicheln durften.

Den Rest des Tages verbrachten wir in der Innenstadt. Gegen 15:00Uhr machten wir uns dann auf den Weg Richtung Matatu, wo wir Meike trafen.

Joschua, Timm und Meike blieben bis Sonntag in Nairobi um in der Stadt und auf dem Massai-Markt zu bummeln.

Auf der Heimfahrt hatten wir laute Musik und viel Spass.

Day 9, Mittwoch, 15.Juli.2009 Bastian Heimberger

Unser Tag begann wie immer: wir standen um 8 Uhr auf, zogen uns an und genossen ein reichhaltiges Fruehstueck, bestehend aus Toast und Kaffee. Dann gingen Merlin, Georg, Albert und Ich zur Library um dort zu streichen, wozu wir allerdings nicht kamen, denn kurz nach unserem Eintreffen rief Elke an und sagte uns wir sollen uns doch bitte in Richtung Kongoni aufmachen um dort die Baeume zu pflanzen.

Dort angekommen trafen wir auf allgemeine Ratlosigkeit, denn keiner wusste wie genau die Pflanzen gepflanzt werden sollten. Also baten wir Francis um hilfe, welcher allerdings 1 Stunde auf sich warten liess. Als es dann endlich losging, machten wir uns alle fleissig ans Werk. Gluecklicherweise half uns ein freundlicher Mann, der allem Anschein nach ein Vater eines der Kindergartenkinder war. Nach einer kurzen Einweisung seinesseits machten sich Merlin und Georg daran Wasser zu holen, Albert, Mona und Ich pflanzten die Baeumchen. Nach etwa 3 stunden Akkordarbeit hatten wir stolze 132 Baeumchen gepflanzt. Im Wissen etwas gutes getan zu haben kehrten wir am fruehen Abend erschoepft aber zufrieden in unsere Lodge zurueck. Nach dem Abendessen liessen wir den Abend wie gewohnt vor dem Feuer Revue passieren.

Day 8, Dienstag 14. Juli 2009

von Merlin Scheler

8:00 aufstehen und dann nach Kongoni. Heute War der Tag an dem Wir die Baumpflanzaktion starteten. Die Baeume waren zwar noch nicht da aber die Loecher sollten gegraben werden. Die leute Gruben tatsaechlich mit allem. Von Annehmbaren Hacken und Blechschaufeln bishin zu Pangas (Macheten aehnlichen Messern) und Haenden. Die Leute lachten waehrend wir arbeiteten und zeigten auf uns. Wir dachten das taeten sie weil wir so langsam und ungeschickt waren, aber wie uns Francis erklaerte machten sie das weil sie noch nie Weisse (und wie Georg hinzufuegte Maennliche Weisse) beim Arbeiten gesehen hatten und erstaunt waren das wir einfach Loecher gruben, genau wie sie.

Als wir insgesammt 130 Gruben ausgehoben hatten war danach noch eine Sitzung das Kindergartens an der Reihe, wo wir die Leute noch mehr erstaunten und zwar mit dem einfachen Satz: “ We are stundents from Germany and we want to help.” Das Leute aus anderen Laendern, und noch dazu Schueler einfach hier herkamen um zu helfen war fuer sie etwas ziemlich neues. Die Sitzung leitete der Chairman, der offenbar sehr witzig war, da alle Lachten wenn er etwas sagte. Wir koennen das leider nicht beurteilen, da er auf Kiswaheli sprach. Wir gingen nach draussen wo die Kinder ihr Mittag essen einnahmen und die Koechinen, denen ich einmal beim Kochen geholfen hatte, gaben uns auch ein paar Portionen. Dann ging es zurueck zur Lodge zum erholen, Lesen und Essen. Wir gingne bereits um 9 Uhr schlafen.

Day 7, Montag, 13. Juli.2009

von Bastian Heimberger

Der erste Tag nach unserer aufregenden Safari began entspannt um 8:30 Uhr als ich noch etwas muede aus dem Bett stapfte. Nachdem ich mich angezogen, gegessen und Zaehne geputzt hatte, machte ich mich auf den Weg zu Francis Cyber Café um dort noch fehlende Tage fuers Tagebuch zu tippen. Zwei Stunden fand ich mich zusammen mit Elke im Matatu nach Nanyiki wieder. In Nanyiki angekommen bat sich uns ein gewohntes Bild: ein dutzend Kunsthandwerkshaendler, die mit allen nur moeglichen Mitteln versuchen, ihre Wahre an den Mann zu bringen. Obwohl ich solche Situationen schon mehrfach miterlebt hatte, konnte ich es doch nicht lassen einen Elefanten sowie einen Loewen aus Holz fuer umgerechnet 3 Euro zu kaufen. Als wir uns schliesslich durch diverse Geschaefte durchgekaempft hatten, versuchten wir verzweifelt in die weite Welt des Internets durchzudringen, was uns jedoch zuerst verwehrt blieb, was offenbar nichts ungewoehnliches ist, denn die Besitzerin des Cafes sagte uns voellig entspannt: “That’s normal on Mondays. Try again later” . Nach einer halben Stunde wurden wir fuer unsere Geduld belohnt: Urploetzlich hatten wir Zugang zum Internet. Nachdem wir unsere Sachen erledigt hatten, trafen wir eine deutsche Freundin von Elke, welche seit 6 Monaten in Kenya lebt. Da ich zurueck nach Timau wollte, brachte mich Elke noch zum nahegelegenen Busbahnhof. Hier waren zuerst alle Plaetze belegt, aber wegen meiner Hautfarbe wollten die Besitzer des Matatus einen schwarzen Fahrgast aussteigen lassen um Platz fuer mich zu schaffen. Dies lehnte ich jedoch freundlich aber bestimmt ab und wartete geduldig aufs naechste Matatu, welches mich dann Timau brachte, wo die anderen schon auf mich warteten und wir in unser Stammlokal essen gingen. Schnell war ausgemacht, dass dismal ich die Zeche bezahlen sollte, was ich spaeter auch machte. Was ein eigentlich ganz simpler Vorgang ist, stellte sich als schwieriger da, als gedacht. So gab ich der guten Frau anstatt 8 Euro ganze 12 J . Diese Summe entspricht einem Wochengehalt eines Feldarbeiters. Zuerst aergerte ich mich ueber diese Sache, spaeter fuehlte ich mich irgendwie gut, denn ich wusste das diese Frau das Geld bestimmt noetiger hatte als ich. Dann machten wir uns daran, die 3 km Fussmarsch zurueck zur Lodge zu bewaeltigen. Nach dem Abendessen und einem entspannten Abend vor dem Feuer gingen wir schliesslich schlafen.

Day 5 und 6

von Basti

Als wir um 6 Uhr aufstanden, sollte nun endlich unsere Safari im Nationalpark Meru (etwa 3 Autostunden von Timau) losgehn. Alle waren aufgeregt, als es schliesslich um 7:30 Uhr via Matatu losging. Nachdem wir unser Nachlager im Park erreichten, ging es auch sofort los: Schon in den ersten Stunden sahen wir unglaubliches: Von Elefanten ueber Giraffen, Nashoernern, Affen und Krokodilen bis hin zu Nilpferden sahen wir alles was der Nationalpark zu bieten hat.
Erschoepft aber gluecklich kehrten wir gegen 2 Uhr zum Camp zurueck, wo wir ein leckeres Mahl, bestehend aus Toast, Obst und vielen weiteren Koestlichkeiten genossen. Ein wenig spaeter brachen wir abermals auf, wobei es noch atemberaubender wurde: So heizten wir auf dem Dach unseres Matatus durch Fluesse, sahen Elefanten, welche in etwa 5 Metern entfernung wahllos Baeume umrannten und eine Heerde Bueffel, welche ein unvergessliches Bild abgaben.

Nach dem Abend essen, tranken wir noch gemeinsam ein Tusker und sahen Wrestling im kenianischem Fernsehn :) . Anders als im hoch gelegenden Timau, war es in Meru herrschte in Kentrout einefast unertraegliche Hitze. Trotzdem schaffte ich es irgendwie einzuschlafen. Nach einer unruhigen Nacht und einem deftigen Fruestueck machten wir uns abermals auf. Heute wollten wir den Koenig der Wildnis, den Loewen sehen, was uns jedoch verwehrt bleib. Nichtsdestotrots waren wir keineswegs enttaeuscht. Ich denke ich spreche fuer alle wenn ich sage, dass die Safari ein unvergessliches Erlebnis war und bleiben wird.

Day 4

von Basti (unzersiert)

Als Albert und ich um 8 Uhr aufstanden, waren alle anderen schon fleissig dabei, ihr Fruehstueck einzunehmen. Nachdem wir uns auch ein paar Toasts gemacht hatten, liefen wir 1 std. spaeter in Richtung Primary School Timau, um dort die 7,8 und 5 Klasse im Sport zu unterrichten.
Zwei stunden spaeter waren wir beiden fertig mit unseren Kraeften und so einigten wir uns schnell, dass es das einzig sinnvolle waere, in unsrem Stammlokal “Transit Cafe” einen Happen essen zu gehen. Als eine halbe Stunde später mit vollen Bäuchern das Café verließen, gingen wir zusammen mit Francis zum nächsten Pub um dort ein Kasten Tusker zu kaufen, der stolze 20 Euro kostet. Selbst für europäische Verhältnisse sehr stolzer Preis, der aber durchaus gerechtfertig ist, denn schnell waren wir uns alle einig, dass es um längen besser ist, als unser deutsches Bier.Der Nachmittag ging schnell vorbei und so fanden wir uns schnell beim Abendessen wieder… Nach dem gelungenen Mahl, gingen Dagmar, Elke und Lisa aus, was hiess, dass wir das erste mal ganz allein unter uns waren. Mit einem Kasten Tusker bewaffnet, begann unser erste "freier" Abend an dem wir viel Spaß hatten, nicht zuletzt des Alkohls wegen ;) .Nach 6 Tusker-Bieren sowie 3 Gläsern Brandy verabschiedete ich mich gegen 1-2 Uhr zufrieden in mein Bett und schlief sofort ein. Das war das Ende eines erinnerungswürdigen Tages...

Day 3

von Anna Richter

Unser Tag begann heute sehr früh. Um kurz vor 7 wurden Merlin und Ich von Dagmar geweckt. Nach einem schnellen Frühstück zusammen mit Dagmar und Elke machten wir uns auf zur Primary School in Timau.

Dort durften Merlin und Ich in der 8.Klasse einen Vortrag über Computer auf Englisch halten. Nach dieser Unterrichtsstunde ging es für mich mit Mathe weiter. Diesmal verließ die Lehrerin sogar das Klassenzimmer und überließ die Verantwortung komplett mir.
Dagmar und Merlin blieben dabei und unterstützen mich, wenn Ich sprachliche Probleme hatte. Nach dieser Stunde begleiteten Merlin und Ich die Direktorin und Dagmar in die 5. Klasse. Dagmar gestaltete
Ihren Unterricht mit viel Gesang und einer Geschichte für die Kinder.

Um 11 Uhr trafen wir uns alle bei Francis Cybercafe und liefen gemeinsam zum Kindergarten nach Kongoni. Nachdem wir uns den Kindergarten angeschaut hatten, machten wir uns auf den Weg zurück nach Timau, wo wir gemeinsam in dem Transit Cafe zu Mittag aßen. Als wir damit fertig waren, gingen wir getrennte Wege. Zusammen mit Mona, Lisa und Georg machte Ich mich auf den Weg zu Francis Frau, Faith, bei der wir uns verschiedene Frisuren anschauten. Damit fertig, gingen wir zum Supermarkt in Timau, um für das Abendessen und das Frühstück einzukaufen.

Im Supermarkt trafen wir dann wieder auf ein paar von den andern, und gemeinsam mit Dagmar und Mona machten wir uns auf den Heimweg. Zurück auf der Lodge legten wir uns im Garten in die Sonne. So nach und nach trafen die andern ein und legten sich dazu. Nach einem leckeren Abendessen, das von Lisa und Georg gezaubert wurde, ließen wir den Abend wieder mit Kartenspiel am Kamin ausklingen.

Day 2

von Bastian Heimberger

Als der Wecker uns um 8:30 Uhr weckte, begann der zweite Tag unseres “Abenteuers”. Nachdem wir uns angezogen hatten, folgte ein herzhaftes Frühstück, welches aus Toast, Milch und Cornflakes bestand. Gegen etwa 9:40 Uhr machten wir uns schließlich auf den Weg zur Primary School von Timau. Dort angekommen wurden wir sofort von Mrs. Mbaya empfangen, welche uns zu einer Tasse Tee einlud. Langsam stieg die Nervosität, denn gleich sollten Albert und Ich die 5. und 6. Klasse im Sport unterrichten.

Als es endlich soweit war, waren es nicht wir die Aufgeregt waren, sondern viel mehr die 140 Schüler. Anfangs wärmten wir uns mit Hampelmännern auf, dann folgten ein Tanz, Hochsprung sowie Fußball. Nach circa 30 min war der Spuk auch schon wieder vorbei: die 140 Schüler, denen der Unterricht scheinbar gefiel, mussten wieder zurück in ihre Klassen. Bei Buttertoast und Tee lernten wir weitere Lehrer der Schule kennen, bevor wir 20 min später die 8. Klasse unterrichteten.

Glücklicherweise besteht diese Klasse aus nicht ganz so viel Schülern, so war schnell klar, dass es eine reine Fußballstunde werden sollte. Annegret erklärte sich freundlicherweise dazu bereit die Mädchen zu über nehmen; Albert und ich spielten mit den Jungs. Schnell wurden zwei Teams gewählt, welche von Albert und mir angeführt wurden. Schon nach 10-15 min waren Albert und Ich total erschöpft, wohingegen sich unsere Schüler munter weiter und weiter spielten. Mein Team konnte das Spiel mit 1:0 für sich entscheiden. Nachdem wir uns noch von Lehrern und Schüler verabschiedet hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Baby Day Care, wo wir Mona und Lisa umringt von kleinen, glücklichen afrikanischen Kindern vorfanden. Nach einem kurzen Besuch trafen wir uns mit Georg, Merlin und Timme im Generations Café, wo wir uns bei kühlen Getränken sowie einem Toast Mayai für den weiteren Tag stärkten.

Anna die Schöne, Albert und Ich machten uns nun daran für das anstehende Abendessen einzukaufen. Schnell einigten wir uns, dass wir ein Rattatui kochen würden. Für schlappe 500 KSH kauften wir die Zutaten, bevor wir uns gegen 6 Uhr daran machten, das Essen zuzubereiten. Nachdem wir das überaus leckere Essen verspeist hatten, ließen wir den Tag mit Kartenspielen am Kaminfeuer ausklingen.

Day 1

von Albert Liebermann

8:30Uhr begann unser erster richtige Tag. Wir frühstückten gemeinsam auf der Terasse, besprachen ein wenig den Tagesablauf und mit ein wenig Verspätung kamen wir auch in Timau an, wo wir uns um 10:00Uhr mit Francis verabredet hatten. Mit ihm Besichtigten wir unsere zukünftigen Arbeitsplätze: Die Primary school, die Örtliche Baustelle “The Library” und die Kindertagesbetreuungsstätte gleich neben an. Hier ließ so langsam unser Stehvermögen nach (hier steht und läuft man sehr viel) und wir gingen endlich etwas essen (Toast am Morgen stopft nicht).

Anschliesend besichtigten wir die “Baby-Day-Care”. Für Heute war das genug, “zum Glück” hatte der Kindergarten in Kongoni schon geschlossen (wir haben zu lange Mittag gemacht) und konnten so unseren
Einkäufen nachgehen. Natürlich besuchten wir auch heute einen Pup (nicht ohne “Tusker” genauso wie am Tag der Anreise) und machten uns dann später auf dem Heimweg. Hier wurden wir etwas von einem betrunken Kenyaner belästigt, leider waren wir ohne Francis und Elke unterwegs, so fühlten wir uns etwas verloren, doch glücklicherweiße halfen uns drei andere Kenyaner und kamen problemlos nach Hause. Hier wurden wir von Merlin und Timm bekocht. Der Abend klangt gemütlich am Kaminfeuer aus.

Anreise

von Merlin Scheler

Die Gruppe traf sich erst in Kairo, da wir von verschiedenen Flughäfen gestartet sind (Frankfurt und München). Hier lief alles glatt, und wir stellten die Vermutung an das die Metalldetektoren nur Atrappen seien, und irgendwer wahllos auf einen Knopf drückte, da es manchmal piepte wenn man durchlief und manchmal nicht.
Die Maschine mit der wir weiterflogen war… naja etwas älter bis uralt. Der Flug verlief ruhig, keine Turbulenzen etc. und im Bordkino lief “Der Ja-Sager”. kurz nach dem ich eingeschlafen war wurden wir auch schon wieder geweckt da wir landeten. Wir bekamen kleine Zettel mit allerhand Fragen und landeten auf dem Flughafen Nairobi. Hier ging die Zettelwirtschaft weiter. Noch drei weitere mussten ausgefüllt werden (darunter einer wegen Schweinegrippe) bis wir schliesslich unser Visum beantragen konnten. Mit 3 Stiften dauert sowas ewig. Dann ging alles ziemlich schnell. Gepäck gesammelt, Geld umgetauscht und raus.

Draussen wartete auch schon Francis auf uns. Via Matatu machten wir uns nun also auf unsere Reise nach Timau. Der Großteil von uns litt an leichtem Schlafmangel was für ein leicht gespanntes Klima im Autos sorgte. Diese verflog jedoch sofort als wir das erste mal ausstiegen. Kenya hat etwas ansich das einen sofort in Bann zieht… Ich gestehe dieser Satz ist aus einem Reiseführer geklaut, aber es ist einfach so. Bei unserem nächsten Stopp bekamen wir direkt Einblick in die Kenyanische Handelskultur. Man steig aus seinem Matatu aus und wird von den verschiedenen Händlern angesprochen doch bitte mal in ihre Läden zu kommen. Man muss natürlich nichts kaufen nur Kucken. Ja daraus ist leider nichts geworden. Der erste Händler bot mir eine Kette an, und da ich sein Freund sei sollte ich nur 650 stat 800 zahlen. Ein Glück war Francis dabei. Im Endeffekt zahlte ich 300 dafür. Und selbst das war zu viel. Aber auch im Tauschen sind sie wahre Meister. Der nächste der mich zum kucken einlud fragte mich nach kurzer Zeit ob er meine Jacke anprobien dürfe. Noch ein bischen später wollte er sie dann gegen einen Holzelefanten aus Ebenholz tauschen. Am Schluss schenkte ich ihm meine Kette um wieder rauszukommen.

Da stand aber schon der nächste mit den Worten” Now you need to come to my shop my Friend”, doch auch er kam nach wenigen Worten zum Kern unserer Verhandlung:”I like your Jacket… how much do you want for it?”. Als ich ihm Klar machte das ich die Jacke noch brauchte, fing er an mit mir über meine T-Shirts zu verhandeln. Doch bei ihm hab ich mir ausnahmsweise nichts gekauft. Der nächste tauschte mein Handytäschchen gegen ein Armband, und bevor mich die nächsten in ihre Läden verschleppen konnten, verschanzte ich mich im Matatu. Nach einer weiteren Stunde Fahrt und einem kurzen Stopp in Nanyuki (wo weitere Händler ihr Glück versuchten, diesmal jedoch erfolglos) erreichten wir Timau und damit auch die Kentrout Lodge. Hier hatten wir Zeit uns Häuslich einzurichten und ein bisschen Cricket
zu spielen. Dann ging es in Richtung Timau einkaufen. Hier war gerade Wochenmarkt und es war ein riesiges Gedränge. Francis kaufte uns eine stange Zuckerrohr für 20 cts., die wir später noch genussvoll verspeisen wollten.

Nachdem wir ein bisschen Essen eingekauft hatten gingen wir wieder zurück zur Lodge. Diesen Abend wollte keiner mehr kochen also namen wir ein Menü mit Fisch. Ein paar Organisatorische Dinge wurden geklärt, dann gab es leckeres Essen und wir gingen schlafen.
PS: Bastian schnarcht und streitet es ab!

Vorbereitungstreffen 23. und 24. Mai 2009

von Elke

Als sich die Teilnehmer der nächsten Reisegruppe im Herbst 2008 entschlossen, im Sommer 2009 mit nach Kenia zu fahren, war dies zwar eine spannende Sache, aber noch sehr weit entfernt. Der Flug musste gebucht und die verschiedenen Reisezeiten abgestimmt werden. Als nächstes stand die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Impfempfehlungen an, auch dies haben bereits alle weitgehend bewältigt.
Nun wird es langsam konkret und entsprechend viele Fragen tauchen auf: „wie komme ich in Afrika an Geld, wieviel brauche ich vor Ort, wie ist das Klima und was muss in den Koffer, was ist vor Ort billiger erhältlich und wie werden wir in den einzelnen Einrichtungen eingesetzt?” Ebenso interessant ist es wohl auch, die anderen Mitreisenden einmal näher kennenzulernen, schließlich werden wir vier Wochen auf relativ engem Raum unter einfachen Bedingungen zusammenleben und uns als Selbstversorger nicht nur mit einer anderen Kultur, sondern auch mit unseren eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen auseinandersetzen müssen. Sozialpraktikum in eigener Sache sozusagen.
Zu diesem Zweck trafen sich fast alle Mitreisenden, die in erster Linie aus den Waldorfschulen Coburg und Hof kommen bzw. ehemalige Schüler dort waren, ein Teilnehmer reiste sogar aus der WS Aachen an, eine weitere Teilnehmerin hat gerade ihr Lehramtsstudium in Bayreuth abgeschlossen. Bereits seit einiger Zeit war Noah Sesi aus Nairobi hier zu Besuch, der in Zusammenarbeit mit den beiden Englisch-Lehrerinnen an den WS Hof und Coburg in den Oberstufenklassen von seiner Heimat erzählte und mit den Schülern in Englisch diskutierte. Lea und Ilja hatten ihn während ihres Aufenthaltes in Kenia im Sommer 2008 kennengelernt und Ilja verbrachte eine Woche mit ihm in der Hauptstadt Nairobi. So war es auch für die neue Reisegruppe eine gute Gelegenheit, Kontakte mit den Teilnehmern vom letzten Jahr zu knüpfen und deren Erfahrungen kennenzulernen.
Allerdings „kann man Afrika nicht erzählen, man muss es erleben”, das ist das Resümee aller bisherigen Teilnehmer, weshalb auch der „theoretische Input” relativ knapp gehalten wurde.
Nach einem gemeinsamen Start mit Kaffee und Kuchen gab unsere Vorsitzende Martina Niewerth einen kurzen Überblick über Vereinsgründung und aktuelle Arbeit. Unser besonderes Anliegen ist dabei in diesem Jahr, verstärkt den Handel mit Kunsthandwerk aufzubauen, dies wird auch einer der Arbeitsbereiche während unseres Besuches sein.
Anschließend widmeten wir uns nochmals den praktischen Aspekten, wie z.B. den nötigen Versicherungen und der Frage, welches Reisegebäck am sinnvollsten ist etc.
Zum Abschluss stellte unser Mitglied Michael Zöllner das OLPC-Projekt vor und übergab den Vereins-Laptop gleich an die beiden Interessenten Bastian Heimberger und Merlin Scheeler. Diese werden bis zur Abreise das Gerät gründlich kennenlernen, um dann bei unserem Besuch in Kenia möglichen Einsatzpartnern die verschiedenen Funktionen erklären zu können. Ich bin selbst gespannt, wie sich dieser Bereich entwickeln wird.
Und weil wir alle so brav waren, wurden wir auch mit wunderbarem Wetter belohnt, sodaß der Abend bei Sport, Spiel und Lagerfeuer ausklingen konnte, die Nacht im Zelt war kurz und dazu noch unterbrochen durch die örtliche Dorfjugend, die im Rahmen der nahegelegenen Kerwafeier überprüfen wollte, ob am Anwesen Bär auch alles mit rechten Dingen zugehe. Noah erwies sich am nächsten Tag beim traditionellen Kerwareinspielen mit einem kräftigen Schluck Bier aus dem Kerwasprenger als ebenso trinkfest wie die Kerwaburschen und somit nicht mehr als Fremder. Integration auf fränkisch.
Ab jetzt läuft der Count-down. Obwohl die Gruppe größer wurde, als ursprünglich geplant, freue ich mich doch sehr über jeden einzelnen und bin der festen Überzeugung, dass es eine wunderschöne Zeit für uns alle wird, kleinere Wehwehchen werden wir gemeinsam meistern, ansonsten halten wir uns an unsere Gastgeber und ihr Motto “Hakuna matata!!”
- Elke-

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