herzliche Grüße aus der Heimat, bin seit Freitag wieder im kalten Deutschland, während "meine Mädels" den Rest ihres Aufenthaltes alleine bewältigen. Aber sie sind ja mittlerweile gut in die Verhältnisse vor Ort integriert und gewöhnt, ihre Dinge alleine zu organisieren bzw. sich bei Schwierigkeiten an die verschiedenen Verantwortlichen vor Ort zu wenden. Auch das Personal in Kentrout steht uns wie immer freundschaftlich zur Seite und hilft gerne bei den Unzulänglichkeiten des afrikanischen Alltagslebens.
Viele Freunde werden etwas enttäuscht über die "mangelhafte Berichterstattung" sein. Diese liegt aber nur zum Teil an den nervenden technischen Voraussetzungen, mehr an dem völlig unterschiedlichen Lebensgefühl, dem auch wir uns nicht entziehen können bzw. wollen, wenn wir vor Ort sind. Viele Dinge sind einfach so völlig anders und man hat das Gefühl, man kann das Ganze sowieso nicht so beschreiben, dass es mit unserer westlichen Denke verstanden werden kann, also lässt man es gleich ganz bleiben. Diese Erfahrung mache auch ich nach vielen Besuchen immer wieder und möchte deshalb alle daheimgebliebenen um (begrenztes) Verständnis bitten. Außerdem gibt es unheimlich viel Neues zu verstehen und auch zu verarbeiten und auch dies fördert nicht gerade die Schreiblust, wer will denn schon was erzählen, bevor er es für sich richtig verstanden hat.
Dennoch ein paar "Fakten":
Steffi und Miri machen einen ganz tollen Job in der Primary und sind beim Schulleiter als auch beim Lehrerkollegium außerordentlich beliebt. Sie beherrschen ihr gelerntes "Handwerk" und kommen auch unter den schwierigen Bedingungen mit großen Klassen und total unterschiedlichem Wissensstand bestens zurecht. Ihre Erfahrungen sind für den weiteren Ausbau unserer Arbeit sehr hilfreich. Gerade uns Deutschen ist es ja ein Anliegen, nicht nur mit den "Starken" in der Schule voranzugehen, sondern auch die "Schwachen" mitzunehmen. Leider stellen wir immer wieder fest, dass es auch in den Klassen 6, 7 und 8 immer noch Kinder gibt, die noch nicht lesen und schreiben können, dies wird wohl ein Ansatzpunkt für unsere weitere Zusammenarbeit werden. Aber um mit unseren sehr begrenzten Mitteln wirkungsvoll arbeiten zu können, braucht es eben erst mal eine Bestandsaufnahme im Vergleich mit unserem System und hier leisten die beiden Referentarinnen sehr wertvolle Basisarbeit.
Für Alina und Lisa stellt sich das ganze wohl nicht so eindeutig und einfach dar, da der Arbeitsbereich nicht so klar abgegrenzt ist. Beide haben sich nach einigem "Umschauen" in verschiedenen Bereichen nun für unser Hauptprojekt in Kongoni entschieden. Ihre Bereitschaft Kiswahili zu lernen, erleichtert zwar einiges, die grundsätzliche Sprachbarriere bleibt aber. Die Kinder sind begeistert von den Singspielen und anderen kreativen Einfällen, liegt doch traditionell der Schwerpunkt eher im Vorschulbereich und hierbei im Vorsagen - Nachsagen. Auch hier geht es in erster Linie um Basisarbeit, wurde doch vor kurzem die Entscheidung zum Teilen der Gruppe und Neubau eines Klassenraumes und Einrichtung einer sog. "Babyklasse" getroffen. Auch die sog. Eltern-Workgroup wird seit einiger Zeit von Alina und Lisa alleine betreut. Allerdings klafft zwischen unserem Verständnis von Demokratie und Transparenz und den Verhältnissen vor Ort doch eine deutliche Lücke, die von uns auch oft als schmerzhaft empfunden wird. Ein Schlagwort wie "Respektieren der Bedürfnisse vor Ort" in den Vereinszielen liest sich sehr gefällig, wenn das Bedürfnis vor Ort aber darin besteht, möglichst viel Geld von uns "Weißen" herauszuleiern ohne allzuviel Dankbarkeit, geht dies sehr schnell auch an die eigenen persönlichen Grenzen. Dennoch gibt es immer wieder auch genug positive Erlebnisse, allen voran viele Gespräche mit den Menschen vor Ort, die besonders unseren langfristigen Einsatz sehr schätzen. Für Alina und Lisa, die ja im Gegensatz zu Steffi und Miri noch mitten in ihrem Studium der Sozialen Arbeit stehen geht es meiner Meinung nach sehr stark um die Auseinandersetzung mit der Frage, was Helfen denn eigentlich bedeutet. Im Gegensatz zu der Arbeit im schulischen Bereich ist Sozialarbeit im ländlichen Kenia ja nicht oder nur ansatzweise vorhanden und somit das "Mit-Tun" auch nicht möglich. Somit liegt die "Leistung" hier wohl sehr viel mehr im "Verstehen" als im "Tun", in der konkreten Situation nicht immer einfach oder befriedigend, meiner Meinung nach aber dennoch unverzichtbar und genauso wertvoll, da sonst das "Tun" sehr schnell ins Leere läuft.
und zum Abschluss noch meine abgearbeitete to-do-Liste um einen Eindruck über unsere Arbeit vor Ort zu vermitteln:
- Kooperation Primary School Timau, Konzept und Formalvoraussetzungen
- Einkaufen von Schulbüchern zur Vorbereitung in Deutschland
- Red Hand Day
- Gastschulplatz für Anna in der Secondary School in Kithithina
- Budgetkontrolle Kongoni
- Bauvorhaben Babyclass
- Besuch eines Britischen Farmers zur Unterstützung des Bauvorhabens
- Abrechnung der Vereins-Ausgaben mit Projekt-Manager Francis Wambugu
- Workgroup Kongoni, neue Aufträge, Materialeinkauf dazu in Nairobi, Musterstücke arbeiten lassen.
- Besuch eines Frauenselbsthilfe-Projektes der Presberytanischen Kirche in Nanyuki
- Besuch eines Heimes für Straßenkinder in Nanyuki
- Anfrage der Wasser-Selbsthilfegruppe Timau zur Unterstützung eines Pilotprojekts
- Besuch der Bücherei, Anfrage zur Finanzierung von Bücherregalen
- Kooperation mit einem Tourismusunternehmen vor Ort für weitere Praktika
- Besuch eines Vaters, der sich im letzten Jahr wegen medizinischer Einzelfallhilfe seines Kindes an uns gewendet hatte
- Einkauf von Kunsthandwerk für unsere Infostände
- Ergebnisse der Bodenproben zur Anlage eines Küchengartens,
- Einstellung eines Hausmeisters/Gärtners/Wachmanns
so, ich hoffe, das stellt der "gefühlten Leere" einiges entgegen, der Rest kommt sicherlich nach Rückkunft Ihrer/Euerer Lieben.
Mit Bildern kann ich leider momentan nicht dienen, wir hatten Probleme mit den Speicherkarten und nun habe ich nur eine leere Kamera mit nach Hause gebracht :-(( , naja, es gibt Schlimmeres :-)).
Jambo,
leider geht das Bilder hochladen gerade nicht, daher nur eine kurze Info:
So die Safari haben wir gut ueberstanden, war wirklich faszinierend, mit eigenem Koch, Fahrer und Guide. Der stolze Preis von 200 Euro war es aber wert, bis auf die Elefanten haben wir alles gesehen. Der See mit zig Flamingos war neben den Giraffen, Hyaenen, Loewen, Nilpferden, Nashoernern,... zudem eine Besonderheit.
Ansonsten waren wir das We in der Hauptstadt Nairobi: mio menschen auf den Strassen und man muss aufpassen, nicht ueberfahren zu werden, sich nicht die baender in den schlagloechern zu reissen, den rucksack zu sichern und gleichzweitig die stadt anzuschauen... am Abend sind wir dann noch was Trinken gegangen und waren in einer Disco, war richtig schoen.
war alles sehr wild, aber am vormittag konnten wir dann die jungen elefanten im "waisenhaus" anschauen und die grandiose sicht vom tower geniessen. Voellig erschoepft kamen wir nach 4-5 std fahrt im dunkeln zu hause an, aber es ging alles gut.
Sonntag, 14. Februar 2010
Donnerstag, 11. Februar 2010
Donnerstag, 4. Februar 2010
Sonntag, 10. Januar 2010

Hi @ all,
I'm Miriam, called Miri, and I'm 26 years old. Steffi already wrote, that we both did our first examination to became a teacher. And now I hope that I will make a lot of experiences until my work as a teacher starts in september.
My favourite sports are handball, soccer and beachvolleyball. I am a coach since 16 years, especially for kids, so I'm looking forward to teach children in Kenia and learn something about their life and their tradition . Furthermore I want to collect a lot of impressions of the country and his inhabitants.
So kind regards and we will see us on February!
Miri
Montag, 28. Dezember 2009
Jambo all together,
now the next introduction.
We are Alina and Lisa and we are going
to Timau in February with Elke, Steffi and Miriam, too.
We´re both studying social work in a little town in South Germany
and we are 21 years old. At the moment we´re learning swaheli so
hopefully we could understand a bit till february ;-)!!!
In April 2009 we went to Maroc and it was amazing so we
are looking forward to see and learn more about Africa!
It´s very excited. We will stay in touch and see you all onare looking forward to see and learn more about Africa!
January 31th!
Have a nice holiday Lisa and Alina
Donnerstag, 24. Dezember 2009
Berichte Sozialpraktikum 2009
Hier ein kleines Video von der 12. Klasse der Rudolf Steiner Schule Coburg. Das Video zeigt alle Schüler, u.a. auch die, die in Timau waren. Anschauen lohnt sich also ;)
Montag, 21. Dezember 2009
Hallo all together,
first of all, this would be my first attempt to write in English after 5 years without any English word, so please, forgive me any kind of mistakes when I now try to introduce myself ;).
Ok, I´m Steffi, 24, and I´m going to Timau in February with Elke, Miriam, Lisa, Alina, Anna and Janina. I´ve just done my first examination on my way to become a teacher for the subjects german and physical education at grammar schools.
I love doing sports, especially playing handball, and I love being the coach for my children-groups, learning them how to play handball correctly :).
The country Africa fascinates me, 2006 I was in Kenia on holidays, now, I want to get to know how school, lessons and subjects work there. And, of course, I want to "test myself" in the role of a teacher in front of an african class. I hope, collecting such impressions once helps me to teach my kids a world-open and tolerant attitude.
I´m looking forward to see you all in February,
best wishes and merry Christmas, Steffi
best wishes and merry Christmas, Steffi
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